Über uns

Mit 10 Jahren hatte ich das erste Mal Kontakt zu Bienenvölkern. Mein damaliger Biologielehrer hatte Bienen.

Als die Bienen auf dem Lehrplan standen, nahm er uns mit in den Klostergarten und zeigte uns an einem schönen Sonnentag seine Bienenstöcke. Ich war fasziniert.

Am Eingang der Stöcke herrschte ein ständiges Kommen und Gehen in einer Taktrate, die sich die meisten Flughafenbetreiber wünschen würden.

Bienenstock Eingang, An und Abflug an einem sonnigen Frühlingstag

Wir waren 42 Schüler, die um die Bienen herum standen und den Ausführungen unseres Biologielehrers folgten, aber keiner wurde gestochen. Ich bin sicher, an diesem Tag haben diese freundlichen Bienen verstärkt durch unseren Biologielehrer in mir den ersten Keim gepflanzt, selber Bienen zu hüten.

Ein paar Jahre später beendete die Mutter eines Freundes unser Fußballspiel auf der Wiese nebenan, weil an einem ihrer Bäume in Augenhöhe ein riesiger Schwarm von Bienen hing. Sie wusste sich nicht zu helfen. Wir haben kurzerhand unseren Bienenpater alias Biologielehrer angerufen, der auch gleich mit einer Holzkiste vorbei kam.

Es ging alles sehr schnell. Kiste auf, am Ast geschüttelt, Bienen rein, Deckel darauf fertig. An die Kiste selbst kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

Kurz vor seiner Heimfahrt erzählte er uns, wie wichtig für den Transport ein gut gesicherter Deckel ist. Denn einem seiner Imkerkollegen ist nach einem Bremsmanöver mit dem Auto die Schwarmkiste auf der Rückbank aufgegangen. Anschließend war der Innenraum voller Bienen. Der Kollege wurde nicht verletzt und hat die Situation allein gemeistert.

Auch das hat meine Begeisterung für die Bienen eher verstärkt als gemindert.

Gut 36 Jahre später sind dann meine ersten beiden Völker im Frühling bei uns eingezogen. Vier Monate später freuten wir uns über den ersten eigenen Honig.

Der Antrieb für meine Bienenhaltung war aber nicht die Beschaffung von Honig, sondern die Freude an der Natur. Darum beschreibt „Bienen hüten“ besser, was ich versuche zu tun.

Mittlerweile sollte auch der Letzte mitbekommen haben, dass wir auf die Bestäubungsleistung von Bienen, Wildbienen und Hummeln angewiesen sind. Und es darum an uns ist, die Voraussetzungen schaffen, dass Bienen und Hummeln ein schönes Leben haben. Denn, wenn die das haben, geht es uns auch viel besser!

Da man, wie bei allen Dingen, die man zum ersten Mal macht, viele neue Erfahrungen aber auch Fehler macht, habe ich mich entschlossen, meine Erfahrungen zu teilen.

Auch hat man als Anfänger, der ganz neu an eine Sache herangeht, den Vorteil viele Fragen bzw. Vieles in Frage stellen zu können.

Wer auf dieser Seite nur Tipps und Tricks erwartet, um die Honigproduktion, bei minimalen Zeit und Kosteneinsatz, maximal zu steigern ist hier falsch. Denn das geht nur auf Kosten der Bienen.

Aber genug geschrieben, viel Spaß auf biene-und-honig.de!

Jürgen Höck